Plankton und Popcorn – der Meeresfilmabend on Tour
wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung als eines der drei Gewinnerprojekte des EU4Ocean Call for Collective Action on the Challenge of the Year
Wir von DEEPWAVE geben als sogenannter Kreativpartner unser Format und unser Know How weiter und in Absprache mit den Filmemacher:innen die Highlights der letzten Jahre.
Das Ganze wird von ECOPs für ECOPs und andere Meeresbegeisterte organisiert. Bitte was: ECOPs? Early Career Ocean Professionals. Sie sind was ihr Name sagt, aber noch viel mehr: nämlich die, die über ihren Tellerrand hinaus aktiv sind, die sich engagieren, um ihre wissenschaftlichen Findings denen zu kommunizieren, die nicht wissenschaftlich oder in anderen Bereichen als der Meeresbiologie wissenschaftlich arbeiten und die diese Findings nutzen können, z.B. um in den verschiedensten Zusammenhängen und Bereichen die Meere zu schützen. Federführend wird Plankton und Popcorn von der ECOP Julia Wenhuda von Stockholm aus organisiert, die uns schon bei unserem Hamburger Filmfestival im Juni tatkräftig unterstützt hat. Vor Ort sind ehrenamtliche Teams seit Wochen am Wirbeln.
Ein Kreis, der sich schließt und neu öffnet und weitet. Warum? 2013 kamen ein paar Student:innen auf uns bei DEEPWAVE zu, ob wir nicht beim Beneath the Waves Festival mitmachen möchten, ein Format, bei dem eine amerikanische NGO einen Pool mit Kurzfilmen zum Meer zur Verfügung stellte, aus dem man sich for free ein Filmfestival zusammenstellen konnte. Ja, das wollten wir, nach ein paar Jahren Beneath the Waves Festivals zogen die Student:innen weiter, DEEPWAVE führte das Festival fort, und nachdem Onno die Seiten dieser Welt gewechselt hatte, wurden wir gefragt: Wo bleibt das Festival? Als wir es 2019 dann wieder aufnehmen wollten, stellte sich heraus, dass die NGO Beneath the Waves das Format nicht mehr anbietet. Also haben wir uns kurzerhand entschlossen, selber ein Festival auf die Beine zu stellen. Keine:r von uns hatte so etwas schon gemacht, was unsere große Chance war und ist, das Format zu entwickeln, wie wir es am sinnvollsten finden und wie es uns und die Zuschauer:innen am meisten inspiriert. Und nun wird dieses Format in einer 2-stündigen Version aufgenommen und dank der ECOPs in 10 deutschsprachigen Städten an die Unis gebracht, in Graz (24.10.), Basel (29.10.), Wien (7.11.), Zürich, Heidelberg, Münster und Köln, in Halle (1.12.), Berlin (2.12.) und Konstanz (9.12.) gehen wir ins Kino. Details und Updates erfahrt ihr über unsere Website und die jeweiligen Social Media (@deepwave_ocean_org, @wellenbrecher.podcast)
Der Clou des Ganzen: Das Format wird erweitert, der Kreis öffnet sich. Anabel ist nicht nur ECOP DACH Koordinatorin, sondern auch eine der Moderatorinnen des Wellenbrecher Podcasts, die ganze Filmtour wird also wissenschaftlich begleitet und aufbereitet, Podiumsdiskussionen werden beim Wellenbrecher Podcast zu hören sein. Meeresthemen werden nicht nur durch die Filmabende in Städte gebracht, die weit weg vom Meer sind, sondern durch den Podcast wird auch im Anschluss die Möglichkeit bleiben, sich mit den Themen auseinanderzusetzen und Kontakte in den Communities zu finden, die sich für die Meere einsetzen. Mehr geht nicht.
Die Filme, die wir zeigen, decken (fast) alle unsere Themen ab: Von der Tiefsee über Kelpfarming, vom Haischutz (der absolute Publikumsliebling ist der Legofilm des 11jährigen Lakan) und der ansteckenden Begeisterung, sich als Meeresbiologe für die Meere einsetzen zu können.
In unserem eigenen Opener HIER von Adam Ziebarth und Sebastian Fischbeck denken Vater und Sohn in wunderschönen Bildern darüber nach, was es heißt, hier auf diesem Planeten zu sein.
Und besonders aktuell unser Highlight auf inzwischen mehreren Festivals (auch dem von uns ausgerichteten zur Eröffnung des letzten International Coral Reef Symposiums): The Coral Guardian von David I. Dincer. Ein Helmtaucher tanzt in einem Korallenriff, das mit ihm spricht … Besonders aktuell ist dieser Film durch die Hiobsbotschaft des Global Tipping Points Reports geworden, dass es Warmwasserkorallen so, wie wir sie kennen, 2050 nicht mehr auf diesem Planeten geben wird. Dass das eine Nachricht ist, die allgemein überrascht und schockiert, verblüfft uns, denn wir reden seit Jahrzehnten darüber. Einer der Gründe für die Gründung von DEEPWAVE war, dass selbst in unserem engagierten Freundeskreis niemand wusste, was den Korallen zusetzt und wenn wir nichts tun, den Garaus machen wird: Ozeanversauerung und Erderhitzung.
Zu all diesen Themen wird es an den Filmabenden Expert:innen auf dem Podium geben, mit denen diskutiert werden kann, die ihre Expertise weitergeben und die Mut machen werden, sich einzulassen auf die Herausforderungen und Chancen, die wir haben. Wir hoffen, dass so viele wie möglich von euch die Gelegenheit haben, an einem Plankton und Popcorn Abend teilzunehmen,