Liebe Freund:innen der Meere, liebe Ozean-Enthusiast:innen, liebe Mitstreiter:innen,

willkommen im Logbuch #8, heute geht es um zwei Dinge, die miteinander eng zusammenhängen: Was bedeutet es in diesen Zeiten, Wochen, Monaten, Tagen eine NGO zu sein bzw. für eine NGO zu arbeiten und wie könnt ihr uns dabei unterstützen, damit es uns noch weiterhin gibt. Wenn ihr euch nicht mit dem ersten Thema belasten wollt, aber schon immer wissen wolltet, wie ihr uns unterstützen könnt, dann springt einfach zum Absatz Wie ihr uns unterstützen könnt.

Dass das nicht so wirklich funktioniert mit dem alle zwei Wochen einen Newsletter Schreiben, seht ihr. Wie oft ich diesen Newsletter neu angefangen und umgeschrieben habe, kann ich nicht mehr zählen, immer kamen neue Hiobsbotschaften und darauffolgende Gespräche, Meetings, zu unterzeichnende Stellungnahmen etc. hinzu. Mein neues Hobby: Schlaflose Nächte. Nicht weil ich noch mehr arbeite als sonst, das tun in meinem Umfeld gerade alle, nein, weil ich mich wirklich frage, wie das hier weitergehen soll. Als ich beginnen wollte „ besonders in diesen wüsten Zeiten“, stutzte ich. Moment mal. Hatte ich nicht schon vor fast genau einem Jahr etwas Ähnliches geschrieben? Ja. Wir bereiten nämlich gerade unsere jährliche Mitgliederversammlung vor und vor einem Jahr stand in der Einladung:
Die NGO-Szene steht so unter Druck wie noch nie, die Umbruchszeiten in einem Land ohne Regierung wirken sich direkt auf unsere Arbeit aus. Die Meere und ihr Schutz, Klimaschutz und Klimagerechtigkeit geraten auf eine Weise, wie wir es uns nie hätten vorstellen können, ins Hintertreffen. Jeden Tag fassungsloser schauen wir zu, wie jahrzehntelange Arbeit zunichte gemacht wird.

Oha, das war noch vor der Bundestagswahl und der US-Wahl, vor der neuen Regierung und vor dem, was in der EU passiert. Warum selbst gestandene Klimaforscher weinen und dennoch nicht verzweifeln, könnt ihr im Interview mit Stefan Rahmstorf lesen, der, nur so am Rande erwähnt, Mitglied von DEEPWAVE ist. (Wenn ihr es ihm nachmachen wollt: hier entlang.)

Alle Links findet ihr übrigens jetzt immer unter dem Newsletter gesammelt, damit ihr hier im Flow weiterlesen und euch dann bei Bedarf in die Quellen vertiefen könnt, die wir euch liefern und ans Herz legen.

Die Politik ist es, die mir den Nachtschlaf raubt, und ich spreche hier ausdrücklich von Meerespolitik. Sonst. Ja was sonst? Sonst riskieren wir unsere Gemeinnützigkeit. Auch eines dieser Wörter, das gerade ungut durch die Medien geistert. Unsere Gemeinnützigkeit ist unsere Existenzgrundlage (mehr dazu im Abschnitt Wie ihr uns unterstützen könnt).  Zu Meerespolitik zu arbeiten ist unser Job. Wobei: Wo sind die Grenzen? Die Grenzen sind hier fließend wie das Meer selbst.

Wir merken tagtäglich, wie sich der Wind dreht und wie versucht wird, das, was unsere eigentliche Arbeit als NGO ausmacht, systematisch zu diffamieren und auszublocken.

Wann es kritisch wurde, wie sehr die Verunsicherung schon wirkt, habe ich gemerkt, als ich mich tatsächlich gefragt habe, ob ich einen Offenen Brief an von der Leyen unterzeichnen soll. Auf dem vorhergegangenen Offenen Brief an Costas Kadis, den European Commissioner for the Oceans and Fisheries  war unser Logo schon drauf, jetzt ging es eine Stufe höher.

Vor ein paar Monaten noch hätte ich keine Sekunde gezögert. Sich auf allen Ebenen dafür einzusetzen, dass hochempfindliche Tiefsee-Ökosysteme vor dem zunehmenden Druck durch die Industrie geschützt werden, ist unser Auftrag. Und ich hätte sofort unser Logo gegeben. Und meinen Namen als CEO.

Aber jetzt fragte ich mich: Will ich wirklich als kleine NGO auf den Radar von bestimmten Kräften geraten, die hier und in der EU täglich mehr erstarken und die Zivilgesellschaft angreifen? Und den Meeres- und Naturschutz eh? Will ich nicht, aber es ist mein Job, mich für die Meere einzusetzen. Einen anderen hab ich nicht und will ich nicht. Also habe ich einen Blick auf den Logoteppich geworfen und gesehen, wie viele Kolleg:innen und NGOs da draufstehen, ja, wir halten zusammen, und tief durchgeatmet und unser Logo steht jetzt natürlich darunter.

So geht es seit spätestens seit Februar, seit den berühmt berüchtigten „551 Fragen“. Dazu der wie immer sehr sehr lesenswerte Newsletter der Superredaktion Wie du der Zukunft jetzt den Rücken stärkst.

Was heißt es, dass wir eine NGO sind und was bedeutet es, für eine solche zu arbeiten? Fangen wir ganz von vorne und persönlich an: Erinnert ihr euch noch, was ihr werden wolltet, als ihr klein wart? Ich wollte Bildhauerin werden, keine Ahnung warum, so wie die Jungs in meinem Umfeld Lokomotivführer werden wollten. Und als ich es dann mit einigen Umwegen über Philosophie, Theater und Film geworden bin, habe ich meinen Job geliebt und war stolz es zu sein. So wie auch heute Lokomotivführer es trotz allem noch sind. Und dann kam der Bus und alles war von einer Sekunde auf die andere anders. Weil DEEPWAVE gebraucht wurde, haben wir uns entschieden, dass ich die Leitung dieser NGO übernehme und seitdem bin ich jeden Tag froh und dankbar, für eine NGO zu arbeiten. Und mit den NGOs zusammenarbeiten zu können, mit denen wir zusammenarbeiten.

Ich musste zugegebenermaßen genau wie manche von euch erst einmal recherchieren, was das ist, eine NGO. Ihr werdet das Wort noch nie so oft gehört haben wie in den letzten Tagen und Wochen.

Wie schwierig und komplex das ist und wie (auf)klärungsbedürftig teilweise selbst gestandene Journalist:innen sind, könnt ihr bestens in der Folge Kampagne gegen NGOs des ZEIT Podcasts Auch das noch? nachhören. Demokratie ist nicht einfach, funktionierende Demokratie noch weniger einfach, eine gefährdete Demokratie zu stärken, noch viel weniger einfach. Aber was uns NGOs angeht, ist es eigentlich ganz einfach: NGOs, Non-Governmental Organizations (zu Deutsch NROs, Nichtregierungsorganisationen) sind das notwendige Korrektiv der Politik. Das ist unsere Aufgabe in einer Demokratie, nicht mehr und nicht weniger. Punkt. Wir brauchen Institutionen, Organisationen, und Verbände, die sich um das kümmern, worum sich die Politik zunehmend einen Deubel schert.

Es liegt auf der Hand, dass das denjenigen, die ein anderes Demokratieverständnis haben als das, was wir für erstrebenswert (nicht zu verwechseln mit umgesetzt) halten, ein Dorn im Auge ist. Warum allerdings der Schutz unserer Lebensgrundlagen mit unter die Räder kommt, ist nicht nur mir schleierhaft.

Wie weit wir schon sind, wurde mir deutlich, als mein Sohn letzten Samstag vom Gemeinschaftsdienst im Schrebergarten zurückkam, unsere Kolonie ist offen, empathisch, unterstützend, friedlich. Jedoch beim gemeinsamen Harken kofferte sein Gegenüber, erbost und aufgebracht und nichtsahnend wofür wir arbeiten, über „diese NGOs“.

Was geschieht hier gerade? Mir kam der Satz in den Sinn: "Ist das Kunst - oder kann das weg?" Die Beuys'sche Skulptur, die berühmte Fettecke, dieses dreckige, fettige Ding da oben an der Decke, das der Hausmeister feinsäuberlich entsorgte, weil er anscheinend nicht wusste, was das ist und wohlmeinend seinen Job tat. (Was man heute nicht gerade behaupten kann von denen, die das Entsorgen von Dingen, Zusammenhängen und ganzen Kulturen betreiben ... ) Beuys beabsichtigte etwas Bestimmtes mit seiner Sozialen Skulptur, es ging nicht um den Fettfleck als solchen an der Ecke. Und genau das ist das, was heute entsorgt werden soll. In gewissem  Sinne sind wir die Soziale Skulptur, die fettige Ecke, die stört, die an etwas erinnert, an das nicht erinnert werden will. In unserem Fall: wie es den Meeren geht und dass wir alle eine Verantwortung haben, den Meeren gegenüber und allen zukünftigen Generationen gegenüber. Wir erinnern an das, was wir nur gemeinsam können, ohne Grenzen und Ausgrenzung. Wir erinnern daran, dass das Meer keine Grenzen kennt und dass wir das, was wir angerichtet haben in grenzenlosem Größenwahn, nur in Grenzen überwindendem Einsatz wieder richten können. Das ist unbequem, das will nicht gehört werden, das will nicht umgesetzt werden, weil es dann vielen, eigentlich allen – wohlgemerkt von den Wenigen, denen die Welt gehört, und gerade nicht den Hausmeistern - ans Eingemachte ginge. Ihre Perspektive hat die Treibhauspost in einer grandiosen Satire eingenommen. Lest und staunt, wie viel sich durch diese Umkehrung des Blickes verstehen und aufzeigen lässt. Wer Wut im Bauch ein unangenehmes Gefühl findet, sollte allerdings von der Lektüre absehen.

Aus "Ist das Kunst - oder kann das weg?" wird "Ist Kunst. Kann weg." Den NGOs geht es wie der Kunst während der Pandemie. Es wird vergessen, wie essentiell sie für unsere Gesellschaft sind. Moore, Rebhühner und Seegras? Kann man weglassen, wenn es um die "richtigen" Probleme dieser Gesellschaft geht. Sowas wie Krieg. Oder Wirtschaft. Und dann kommt man auf die Idee , so etwas wie das Verbandsklagerecht (was entscheidend für das Funktionieren unserer Demokratie ist, dazu später mehr in einem anderen Newsletter) abschaffen zu wollen, weil es gewissen Politiker:innen lästig wird. Denen bestimmte Prozesse dieser Demokratie lästig werden.

Die simpelste Methode, etwas zu sabotieren, das einem ein Dorn im Auge ist, ist die Finanzierung zu sabotieren. Welche NGO nimmt Geld vom Staat und wofür und wieviel? (Lautstarkes Räuspern in der Redaktion: Wer in diesem Staat in wesentlich größerem Umfang Geld vom Staat nimmt, hört ihr ebenfalls im ZEIT Podcast). Wir sind fein raus, wir nehmen keins. Wie wir uns stattdessen finanzieren, lest ihr im Abschnitt „Wie ihr uns unterstützen könnt“. Spoiler: Ihr seid unsere Unabhängigkeit.

Wie hieß es so schön in der Einladung zur letzten Mitgliederversammlung:

Aber ihr kennt uns, wir geben nicht auf, im Gegenteil: Wir, eure NGO, euer Verein, dessen Mitglieder ihr seid, setzen uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, Kapazitäten, Kooperationen, Ideen dafür ein, dass wir, unsere Demokratie und die Zukunft unserer, und das heißt ALLER Kinder auf diesem Planeten nicht denen zum Fraß vorgeworfen werden, die es darauf absehen.

 

Ich vergleiche unsere Organisation gerne mit einem Forschungsschiff.

Fast alle aus unserem Team waren schon auf solchen unterwegs, auf der Sonne, der Meteor, der Alkor, der Walther Herwig, Moritz ist gerade von zwei Monaten auf der Polarstern aus der Arktis zurückgekommen (werft gerne einen Blick auf unsere Teamseite). Sie alle betreiben ihre Forschung auf dem Meer für das Meer. An Deck wird rund um die Uhr gearbeitet,  Schichten und Doppelschichten zu allen Tages- und Nachtzeiten, monatelang im Eis, wochenlang zwischen Deck, Labor, Kajüte und Messe, in Kälte und Hitze. Nachts am offenen Schanzkleid (der geschlossenen Reling, die das Deck, die Geräte und die Mannschaft vor den Wellen schützt), wenn der Multicorer eingeholt wird, angeleint zur Sicherheit und trotzdem ausgeliefert dem Wasser rundum.

Die Gefahr ist präsent, übermüdet und dennoch hellwach, auf dem glitschigen Boden des Decks, in dem sich die Lichter des Schiffes spiegeln, stundenlang dem Wind und dem Wellengang ausgeliefert, gibt es eine entscheidende Sicherheit: Das Team.

Das Team an Deck, auf der Brücke, im Maschinenraum.

Und das Team hier an Land: Wir, die wir den Meeresschutz hochhalten. Wie wenige wir in den NGOs sind, kann man an ein paar Händen abzählen. Aber wenn wir unsere Mitglieder zusammenzählen, kommen wir auf ein paar Millionen. Ihr habt euch nicht verlesen. Könnt ihr selbst mal nachrechnen anhand der Organisationen, die das Papier Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Meer und Mensch unterzeichnet haben. Und hier kommt die Vision, das Licht am Ende des Tunnels: Was wäre das für ein sozialer Kipppunkt!?! Wenn wir uns alle gemeinsam, koste es was es wolle, für eine Zukunft einsetzen, auf die wir uns freuen. Was, wenn wir einfach die Welt retten? Zukunft geschieht nicht, wir machen sie.

 Wie ihr uns unterstützen könnt

… damit wir euch mit Ideen versorgen können, wie das geht: eine Zukunft, auf die wir uns freuen. Damit es uns weiterhin noch gibt und wir unsere Arbeit tun können.

Wenn ihr mehr wissen wollt zu uns und unserer Geschichte: Die beste Erzählung, wie wir zu dem geworden sind, was wir sind, hört ihr in Folge # 89 des  Nachhaltigkeitspodcasts ZWEIvorZWÖLF von Andrea Gerhard und David Wehle. (Im Übrigen ein Podcast, bei dem sich jede Folge lohnt zu hören.)

Wie finanzieren wir uns? Den magischen Satz Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge kennt ihr. Aber was ist damit gemeint? Dass wir nicht käuflich sind, dass wir uns nach niemandem richten und auf niemanden Rücksicht nehmen müssen, dass wir sagen können, was wir für richtig, wichtig und sagenswert finden. Ein Beispiel lest ihr gerade.

Was heißt das technisch? Spenden sind entweder zweckungebundene oder projektbezogene Zuwendungen. Die ihr, da wir anerkannt gemeinnützig sind, von der Steuer abziehen könnt. Ab einer gewissen Größenordnung ein unbedingter Vorteil. Die Spende ist für uns die einfachste und schönste Form der Finanzierung, weil sie auf Vertrauen basiert: Jemand gibt von seinem Geld ab und vertraut uns, dass wir mit diesem Geld das richtige machen, eine Arbeit, die er oder sie nicht selber machen kann, die aber für so wichtig oder notwendig erachtet wird, dass dafür Geld hergegeben wird. Ein bisschen so wie beim Bäcker. Nur beim Bäcker ist das ein normaler Vorgang, an den wir uns alle gewöhnt haben, Arbeitsteilung eben. Bei Spenden ist das leider noch nicht immer so. Manche verwechseln das immer noch mit Almosen.

Dabei ist es nichts anderes als ein Tauschhandel auf Vertrauensbasis.  Das Ganze mag für jemanden, der Unternehmensfinanzierung gewöhnt ist, völlig irre klingen, und ist es vielleicht auch, aber für uns ist es die beste Form von Anders Wirtschaften, die ich mir vorstellen kann. Wir geben, ihr gebt, wir teilen die Ergebnisse. In diesen Zeiten hyperkapitalistischer Spinnennetze eine Utopie, die, wenn es sie nicht schon gäbe, schnellstens erfunden werden müsste.

Und noch etwas: Es ist etwas anderes, wenn ich eine Ware produziere und dafür bezahlt werde. Etwas zu tun und dafür Vertrauen entgegengebracht zu bekommen, ist eine andere Art Ansporn und Grund für Dankbarkeit. Die Verantwortung, die aus Vertrauen erwächst, verpflichtet besonders.  Jeder Euro, den ihr spendet, sagt uns ja, dass es gut ist, was wir machen. Sagt: Macht weiter so. In politischen Zeiten, in denen man uns am liebsten abschaffen würde, besonders wertvoll.

Der wichtigste Tag im Jahr, was unsere Finanzierung angeht, ist der Giving Tuesday, der internationale Tag des Gebens und Teilens, der Dienstag nach Black Friday und Cyber Monday, an dem als Ausgleich zum Konsumrausch alles gespendet wird, was nicht ausgegeben wurde. Und das funktioniert tatsächlich in vielen Ländern gut: Es ist der Tag mit dem weltweit größten Spendenaufkommen. Es wurde versucht, ihn auch in Deutschland einzuführen, ohne großen Erfolg. Bei uns funktioniert er bestens, weil ihr ihn euch rot im Kalender notiert  - dieses Jahr der 2. Dezember  - und spendet, was das Zeug hält. Auch dieses Jahr gibt es wieder Matchpartner im Hintergrund, die eure Spenden bis zu einem vorher festgelegten Volumen verdoppeln. Wann das Volumen aufgebraucht ist, erfahrt ihr über insta. Wenn ihr jemanden kennt oder selber so jemand seid, in dessen finanziellem Spielraum ein weiteres Match wäre, schreibt uns. Alle, die jetzt schon fragen, wann Matchtag ist, freuen sich.

Beim ersten Mal war das Hamburger Miniatur Wunderland unser Matchpartner. Als wir sie auf die Idee brachten, bauten sie flugs eine kleine Verkehrsinsel für uns und 5 weitere Organisationen: rechts gingen die Wegweiser zum Shoppen, links zum Spenden. Wir nehmen den Giving Tuesday immer zum Anlass, ein Projekt vorzustellen, welches verraten wir euch dieses Jahr ausnahmsweise schon im Newsletter davor. Die Spendenseite mit den bekannten Tickern, die herunterzählen z.B. wie viele Lastwagen Plastikmüll seit Mitternacht bis zum Zeitpunkt des Spendens schon im Meer gelandet sind, wird erst am Tag selber freigeschaltet, und dann solange wie das Geld der Matchpartner reicht. Alles klar?

Spenden kommen bei uns also von euch, von Privatpersonen, und von Stiftungen. Unternehmenskooperationen gibt es bei uns keine. Können wir uns als Micro NGO nicht leisten, zu riskant, unseren Ruf zu verlieren. Wieviel Biere, Kosmetika, T-Shirts, Schiffsreisen und was weiß ich uns schon angeboten wurden, fragt nicht.

Bei den Spenden von Privatpersonen sind natürlich für uns das Beste die regelmäßigen Spenden, weil wir mit denen rechnen können. Im buchstäblichen Sinne. Planungssicherheit ist zwar ein wirklich Gähnen hervorrufendes Wort, aber nichtsdestotrotz das Zauberwort, wenn wir gute Leute für größere Projekte zahlen wollen. Und mit Partner:innen zuverlässig zusammenarbeiten möchten.

Projektbezogene Spenden bekommen wir derzeit von zwei wunderbaren Stiftungen, ohne die hier gar nichts ginge: Die Okeanos - Stiftung für das Meer und die Reinhard Frank-Stiftung, die uns großzügig und unkompliziert fördern. Bei beiden zählen nicht nur das Geld, sondern die konstruktiven, inspirierenden Gespräche und die unschätzbare Wertschätzung unserer Arbeit.

Shop

Wenn ihr unbedingt etwas kaufen wollt, um uns zu unterstützen, könnt ihr auch das. Allerdings keine Hoodies und Käppis, das überlassen wir anderen, bei uns könnt ihr NoStraws kaufen. Und nur NoStraws. Die sind das, was sie heißen: Keine Strohhalme. Und einfach eine etwas andere Form von Spenden. Ab einer Menge Keine Strohhalme für 300 € bekommt ihr auch ganz normal eine Spendenbescheinigung. Lässt sich übrigens auch gut verschenken. Kann jede:r gut gebrauchen. Und liegt nicht rum und verstaubt.

Die Jahresendspende. Wenn Ihr Unternehmer:innen seid, wisst ihr, was ihr tun könnt. Wenn ihr welche kennt, die zum Jahresende noch dringend Geld loswerden müssen, dann erzählt ihnen von uns. Für uns sind das dann die freudigen Überraschungen auf dem Konto im Dezember, manchmal kurz vor Silvester.

Spenden könnt ihr auf zwei Weisen:
1) Über unser Projekt „DEEPWAVE e.V. - Meeresschutz, der in die Tiefe geht!“ bei betterplace. Betterplace ist die angesehenste Spendenplattform, die wir in Deutschland haben, und unsere Transparenzgarantie für euch. Betterplace setzt sich für Verbände wie uns ein, unterstützt uns mit Aktionen, wo es nur geht, und steht uns immer mit Rat und Tat zu Seite. Das ist auch unsere Antwort auf die manchmal gestellte Frage, warum sie zusätzlich zum an uns gespendeten Beitrag noch um einen für ihre Arbeit bitten. Ihr müsst nicht, ihr könnt den Beitrag selber bestimmen, aber wir würden uns freuen, wenn ihr die unterstützt, die uns unterstützen.

Die Transparenz für euch bei betterplace hat zwei Wege: Einmal das Prozedere, bis wir an die Gelder, die gespendet wurden, überhaupt kommen. Da muss nämlich einiges passieren: Erst einmal liegen die Gelder bei betterplace in einer zweiwöchigen Sicherheitsfrist geparkt, dann müssen wir einen Antrag stellen, indem wir begründen, was wir damit vorhaben.  Dieser muss zu unserer Satzung passen und zur Projektbeschreibung bei betterplace. Das wird von betterplace geprüft und wenn ok, werden die Gelder frei gegeben und landen auf unserem Konto. Nach der Überweisung wird unser Antrag auf unserer Spendenseite veröffentlicht, ihr könnt also genau nachlesen, was wir damit machen.

Der zweite Weg der Transparenz sind die Bedarfe, die ihr auf Spendenseite findet. Hier könnt ihr nämlich genau sehen, wozu wir die Gelder brauchen. Wenn ihr euch da durchscrollt, bekommt ihr einen ziemlich genauen Einblick in das, was wir tun.
Und noch ein nicht zu vernachlässigender Vorteil für euch und uns ist: Betterplace nimmt uns das Ausstellen von Spendenbescheinigungen ab. Bei betterplace bekommt ihr eine für jeden Euro, bei uns erst ab 300 €.

Apropos Spendenbescheinigung: Eigentlich bräuchtet ihr die nicht bis zu 300 €, da reichen dem Finanzamt der Kontoauszug und diese Bestätigung, die ihr auch auf unserer Webseite verlinkt findet.

2) Wenn ihr uns direkt aufs Konto spendet, sind wir also ab 300 € dran mit dem Ausstellen, brauchen dazu allerdings eure Postadresse und eure Mailadresse. Wir stellen natürlich auch auf besonderen Wunsch Spendenbescheinigungen für weniger aus.

Wir sind Bußgeldempfänger.

Das heißt: Immer wenn jemand etwas verbockt hat, das mit einem Bußgeld abgegolten werden kann, und wenn der Richter oder die Richterin von sich aus oder auf Empfehlung des Staatsanwalts oder der Staatanwältin mit dem Finger auf der ellenlangen Liste der Bußgeldempfänger bei DEEPWAVE stehen bleibt, weil er oder sie uns kennt, dann bekommen wir das Bußgeld zugewiesen.

Wir freuen uns jedes Mal und derjenige, der das Bußgeld zahlen muss, ebenso, weil er dann nicht als vorbestraft gilt. Also eine Win-Win-Situation der besonderen Art.

Der entscheidende Satz hier ist dieser: Wenn er oder sie uns kennt und da kommt ihr ins Spiel. Wir dürfen das nämlich nicht, aber ihr dürft, wenn ihr entsprechende Menschen kennt, auf den Verein hinweisen, der euch am Herzen liegt.

Mitglied oder Patron werden

Bei uns gibt es zwei Arten, sich mit uns über den finanziellen Beitrag hinaus zu verbinden: Ihr könnt klassisches Vereinsmitglied werden, dann könnt ihr unseren Vorstand wählen, an den jährlichen Mitgliedsversammlungen teilnehmen und uns Löcher in den Bauch fragen zu unseren Tätigkeiten.

Oder etwas weniger verbindlich und noch schöner: Ihr werdet über die Plattform Patreon unser Patron. Hier könnt ihr zwischen den Mitgliedschaften Litoral, Bathyal, Abyssal und Hadal wählen. Schaut es euch an. Ihr könnt auch eine Mitgliedschaft verschenken.

Anders als bei Künstlerpatronaten haben wir uns nach langen Diskussionen im Team dafür entschieden, dass ihr bei uns keine Goodies bekommt und wir nichts durch die Gegend schicken, sondern dass ihr das bekommt, was wir machen:  Unseren Einsatz für die Meere. Die Staffelung der Tiers bezieht sich also auf die Tiefe der Verbindung zu uns.

Danke, dass ihr bis hierhin gelesen habt, kommt gut durch die Woche, wir hören, lesen oder sehen uns nächstes Wochenende. Wenn ihr noch vor der Mitgliederversammlung in Hamburg am 23. November Mitglied werden wollt, meldet euch, wir freuen  uns,

Eure Anna Groß
CEO DEEPWAVE

Links aus dem Text

Was es bedeutet eine NGO zu sein

Interview "Als Donald Trump das erste Mal gewählt wurde, habe ich geweint", ein Gespräch mit Stefan Rahmstorf

hier entlang   wenn ihr bei DEEPWAVE Mitglied werden wollt

Offener Brief an von der Leyen

Offener Brief an Costas Kadis, den European Commissioner for the Oceans and Fisheries

Wie du der Zukunft jetzt den Rücken stärkst Newsletter der Superredaktion

anders Die Nacht ist das Meer des Tages. In memoriam Onno Groß

Kampagne gegen NGOs Auch das noch? Podcast der ZEIT

Satire „Woke Klima-Märchen: Eine Gefahr für unsere Milliarden“, eine Satire der Treibhauspost

Teamseite

Meerespolitik 2025 - Eine Zukunft für Meer und Mensch Ein Forderungspapier der deutschen Meeresschutz NGOs

Was, wenn wir einfach die Welt retten? Der Pageturner zur Klimakrise von Frank Schätzing.

Wie ihr uns unterstützen könnt

Folge # 89 des  Nachhaltigkeitspodcasts ZWEIvorZWÖLF von Andrea Gerhard und David Wehle

Unser instagram @deepwave_ocean_org

schreibt uns  anna.gross@deepwave.org

Okeanos - Stiftung für das Meer

Reinhard Frank-Stiftung

Unser NoStraw Shop

„DEEPWAVE e.V. - Meeresschutz, der in die Tiefe geht!“ bei betterplace

Bestätigung für Spenden unter 300 €

Patreon

eine Patreon Mitgliedschaft verschenken

 

EMPFEHLUNGEN

Hören

Medien rauben uns Lebenszeit. Wie wir uns wehren können  Wind und Wurzeln Podcast mit Marina Weisband und der Neurowissenschaftlerin Maren Urner und Han Langeslag von Perspective Daily. Warum unsere Aufmerksamkeit kostbarer als Erdöl ist und wie wir es schaffen, sie nicht denen, die damit reich werden und unsere Welt ruinieren, zu verschenken.

Falls ihr den Film The Social Dilemma noch nicht gesehen habt, absolut unbedingte Sehempfehlung. 

Schauen

Alles zu unserem Filmfestival auf Tour:  Plankton und Popcorn

Spielen

Unsere App zur Meeresfibel gibt es jetzt endlich auf beiden Geräten. Ihr könnt sie also auch allen Kindern mit Apfel-Geräten zeigen. Der kürzeste Weg zum Meer. Macht Spaß in der Gruppe, aber auch allein auf dem Sofa, wenn draußen die Herbststürme toben. Und auch wenn man schon wesentlich älter als 8 Jahre ist.

Im nächsten Logbucheintragung (geplant am 22.11.)  
stellen wir euch unser Ocean Governance Tool KLARTEXT Meerespolitik vor.
Und erinnern an den GIVING TUESDAY am 2. Dezember.

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könnt ihr hier.


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