Liebe Freund:innen der Meere, liebe Ozean-Enthusiast:innen, liebe Mitstreiter:innen,

willkommen im Logbucheintrag #11. Dies ist der letzte Newsletter in diesem Jahr, nehmt ihn mit in die Weihnachtsferien, lehnt euch zurück und lest ihn in Ruhe. Eigentlich geht es in diesem Newsletter nur um eins: Unseren Dank.

Wir sitzen im Team virtuell zusammen in der Messe, dem Raum auf dem Schiff, in dem gegessen, gelesen, diskutiert und gefeiert wird. Und sind einfach nur glücklich und dankbar: Für eure Unterstützung zum GIVING TUESDAY und zu allen Zeiten des Jahres.

Das Geld, das ihr euch hart erarbeitet habt oder geschenkt bekommt und weiterschenkt (dank an die alte Dame unbekannterweise, lieber T.!) ermöglicht uns, weiterzuarbeiten, unsere Projekte umzusetzen, Dinge zu wagen und neue Allianzen zu schmieden, Fühler auszustrecken in unbekannte, aber notwendige Gefilde. Vor allem aber ist jeder Euro Wertschätzung unserer Arbeit, unseres Einsatzes, unserer Ziele, unseres Eigensinns. Das ist das größte Geschenk.

Wir rufen ja nur ein einziges Mal im Jahr zu Spenden auf, anlässlich des GIVING TUESDAY für den Monat Dezember, und vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen, dass wir keinen sogenannten Störer haben, der, während ihr auf der Webseite lest, von der Seite reinflutscht und euch dazu auffordert zu spenden. Wir haben uns das immer wieder vorgenommen, und werden auch immer wieder darauf hingewiesen, dass wir das nicht haben, aber unser Programmierer bekommt es einfach nicht übers Herz, euch beim Lesen so zu stören. Der Dezember ist noch nicht rum. Und weil es laut Studien Menschen glücklich macht, auf Knöpfe zu drücken, wird es in diesem Newsletter heute ganz viele Knöpfe geben, auf die ihr drücken könnt.

Hier kommt der erste:  Wir freuen uns also immer noch über

Ich möchte auch einen anderen Dank aussprechen: Danke, dass ich diesen Newsletter schreiben kann. Erst dachte ich, es sei so eine Art Pflicht, euch mitzuteilen, was wir machen, was ihr fördert, wenn ihr uns fördert. Und unserem speziellen Auftrag gerecht zu werden, die sogenannte „Räuberleiter zum Handeln“ bereitzustellen. Aber jetzt merke ich, wie gut es tut zu kommunizieren, regelmäßig, ein Schritt mehr in die Wirklichkeit. Unsere Öffentlichkeitsarbeit und meerespolitischen Advocacy-Tätigkeiten sind ja nicht messbar wie Seegras, das angepflanzt wird, und manchmal wird es dadurch selbst für uns etwas irreal, was wir tun, aber durch das Kommunizieren an euch bekommt es Wurzeln, wie Seegras. Also danke dafür, dass ihr uns Wurzeln gebt.

Da wir als NGO nicht auf Steady wechseln wollen, sondern euch den Newsletter frei anbieten möchten, das Ganze aber auch ernährt werden will, könnt ihr ihn durch eine regelmäßige Spende sozusagen abonnieren. Auf betterplace habt ihr die Möglichkeit, genau das dazuzuschreiben, tut das gerne, nutzt die Gelegenheit, anderen zu zeigen, was euch wichtig ist

Warum aber gerade wir? Was zeichnet uns aus? Im wahrsten Sinne des Wortes: Unsere Verbindung zur Kunst, deretwegen wir gefragt sind, nicht nur, weil wir die Dinge aus einer anderen Perspektive wahrnehmen können, sondern weil in die Kunst die Hoffnung gelegt wird, Türen zu öffnen, die wir dringend brauchen. Das andere ist unsere technische Größe: Wir sind das Dinghi, das dahin kommt, wo die großen Schiffe nicht hin manövrieren können, schnell, fexibel, manchmal waghalsig, aber dafür so nah dran, dass wir mit allen Sinnen verstehen und erklären können.

Antonia Ahme aus unserem Team bringt das auf den Punkt. Sie hat gerade den AWI-Doktorandenpreis für ihre Doktorarbeit bekommen und erzählt hier in ihrer unnachahmlichen Weise, wie und warum sie zu uns kam:

Als ich nach meinem Studium in Tübingen für meine Masterarbeit über Nordseegarnelen nach Hamburg kam, wollte ich unbedingt die Motivation und den Drang, etwas zu bewegen – den ich in Tübingen entwickelt hatte – in die Tat umsetzen. Nur wollte sich zunächst einfach nichts finden lassen, bei dem ich das Gefühl hatte, der Einsatz hätte einen Sinn und direkten Nutzen. Zudem lag mir vor allem das Wohl des Meeres am Herzen, und dieses war bei den NGOs, die ich kannte, oft nur indirekt Ziel.

Nachdem ich in die Lokalgruppen einiger Parteien hineingeschnuppert hatte, stolperte ich über eine Mail zum Deepwave Filmfestival. Das Layout, das Programm und die vor gut aufbereiteten und wunderschön dargestellten Infos strotzende Website begeisterten mich sofort so sehr, dass ich mich wochenlang auf das Festival freute.

Als ich dann vor Ort die Begeisterung, den Tatendrang, den Optimismus und die geballte Kompetenz von Anna und dem restlichen Team miterleben durfte, war ich direkt hin und weg und wusste: Da will ich mitwirken.

Franzi [Franziska Bils, unsere wissenschaftliche Beirätin], die ich schon von einer Uni-Veranstaltung in Tübingen kannte, vermittelte mich an Anna weiter – und nach einem wunderschönen, mitreißenden, zweistündigen Telefonat war ich dann ein sehr glückliches neues Teil des wilden Teams.

Immer, wenn meine Nordseegarnelen-Kohorten gerade etwas kleiner waren, hatte ich genug Zeit, mich aus dem Labor zu klauben und an Dingen für Deepwave zu arbeiten – an Factsheets, Rezensionen und der politischen Timeline. Dabei habe ich selbst richtig viel dazugelernt.

Jeder, derdie etwas für die Meere bewirken möchte und nicht weiß, wohin mit all dem Tatendrang, dem oder der kann ich allerwärmstens ans Herz legen, ein Teil des Deepwave-Teams zu werden: Hier hat der Einsatz für die Meere wirklich Sinn. :)


Antonia Ahme

Was machen wir nun mit euren Spenden? Hier das Wichtigste in Kurzform, die Links führen euch zu Eröffnungsreden, Filmen, Teasern, Spielen und ganz viel Lesestoff für die nächsten Tage.

Wir versorgen euch mit guten Nachrichten oder mit einem Blick auf die schlechten, der einen Ausweg zeigt und Lösungsansätze, wie sie gute werden können. Das machen wir natürlich nicht alleine, sondern im Austausch mit Kolleg:innen, die einen ähnlichen Ansatz haben.

Gestern, als ich diesen Newsletter fast fertig geschrieben hatte, ist mir Nico mit seinem zuvorgekommen, ich musste zum Schlittschuhlaufen. Aber besser geht es nicht: Bei ihm  könnt ihr eine dicke fette Portion positive Nachrichten nachlesen. Immer wenn ihr in den nächsten Tagen von Verwandten und Freund:innen mit dem Weltuntergang überschüttet werdet, gegen den man eh nix mehr machen könne, dann zückt das Handy und lest daraus vor:

Passend dazu die Eröffnungsrede unseres Botschafters Frederik Götz, mit der er die Plankton & Popcorn Kinoabende eröffnet hat. Live oder mit diesem Video, mit dem ihr ihn endlich auch einmal erleben könnt: 

Wir veranstalten also Filmabende oder unser eigenes DEEPWAVE Filmfestival in Hamburg, auf dem die Verbindung zwischen Kunst, Politik, Meeresschutz und Engagement besonders deutlich wird:

Wir setzen uns national und international gegen den Tiefseebergbau ein, und das seit 1989, als unser Gründer Onno Groß auf der SONNE die ersten Manganknollen aus dem Tiefseesediment klaubte. Unsere Kampagne hat im Titel, was wir als einzig mögliche Version eines potentiellen Abbaus vertreten:  NO DEEP SEA MINING –

Unser Video zur Kampagne geht auf unserem Social media derzeit durch die Decke: In diesem Moment sind wir bei über 70.000 Aufrufen. Ziemlich wahrscheinlich alles Menschen, die davon noch nie wirklich etwas gehört haben. Und wenn wir in echt das PopUp verteilen mit den Links zur Kampagnenseite, ist sogar so etwas wie ein Gefühl von Dankbarkeit oder Erleichterung spürbar, zu diesem komplexen Thema, das uns alle betrifft, endlich etwas in den Händen zu halten:

Wir erklären euch

Nicht um euch zu langweilen, sondern weil es stärkt zu wissen, wo die essentiellen Schrauben und Hebel sind. Auf unsere besondere Weise, mit Animationen, an denen Monty Python Fans ihre Freude haben, und Texten, die bergeweise Hintergrundwissen mit der nötigen Portion Humor verbinden:

Und wer Kinder hat, selber, in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis, oder selbst noch eins ist und in den nächsten Feiertagen und in der Zeit zwischen den Jahren Zeit am Meer verbringen will: Unsere App ist der kürzeste Weg vom Weihnachtsbaum zum Meer

Was wünschen wir uns für 2026? Dass mehr Menschen verstehen, was für ein Geschenk es ist, auf dieser Feuerkugel durchs Weltall zu rasen. Wenn wir das wirklich verstehen, wird es leicht und selbstverständlich, dafür zu sorgen, dass sie unser Zuhause bleiben kann. Für alle.

Wir von DEEPWAVE wünschen euch schöne Feiertage mit viel viel Licht, innerem und äußerem.
Für die Zeit zwischen den Jahren wünschen wir euch Stille und Raum für neue Einsichten und Mut und ja: auch Vorfreude auf das, was kommt in 2026, für uns und für die Meere,

Eure Anna Groß
CEO DEEPWAVE

EMPFEHLUNGEN

Hören

viko & penglord - "Aquarium" (Official Video) Ein wunderschönes Musikvideo … unter Wasser

Schauen

Natur - Die Geschichte unseres Planeten Neun Frauen, neun Expertinnen sprechen offen, sehr direkt und nachdenklich über ihre Vision, wie wir Natur schützen und Ausbeutung beenden.

Die Doku dazu von Yann Arthus-Bertrand gibt es auf 3sat.

Wenn ihr in den Feiertagen das Gefühl habt, zu viel zu daddeln, dann schaut doch, warum ihr das macht und warum die Erfinder des Like Buttons und der Endlosscrollfunktion ihre Kinder schon lange vor Dänemark davor zu schützen versuchten: The Social Dilemma.

Und wenn ihr mehr wissen wollt, gibt es dazu den Podcast Your Undivided Attention des  Center for Humane Technology.

Lesen

Wenn ihr noch mehr gute Nachrichten braucht, für euch selber und für andere:

Eine große Chance: Wie 2026 das Endspiel für Kohle und Gas stattfinden könnte

Spielen

Vorlesen. Was auch immer.

Logbuch

Damit ihr die Logbuchausgaben besser nachlesen könnt, haben wir jetzt die Seite komplett umgebau:


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