Warum aber gerade wir? Was zeichnet uns aus? Im wahrsten Sinne des Wortes: Unsere Verbindung zur Kunst, deretwegen wir gefragt sind, nicht nur, weil wir die Dinge aus einer anderen Perspektive wahrnehmen können, sondern weil in die Kunst die Hoffnung gelegt wird, Türen zu öffnen, die wir dringend brauchen. Das andere ist unsere technische Größe: Wir sind das Dinghi, das dahin kommt, wo die großen Schiffe nicht hin manövrieren können, schnell, fexibel, manchmal waghalsig, aber dafür so nah dran, dass wir mit allen Sinnen verstehen und erklären können.
Antonia Ahme aus unserem Team bringt das auf den Punkt. Sie hat gerade den AWI-Doktorandenpreis für ihre Doktorarbeit bekommen und erzählt hier in ihrer unnachahmlichen Weise, wie und warum sie zu uns kam:
Als ich nach meinem Studium in Tübingen für meine Masterarbeit über Nordseegarnelen nach Hamburg kam, wollte ich unbedingt die Motivation und den Drang, etwas zu bewegen – den ich in Tübingen entwickelt hatte – in die Tat umsetzen. Nur wollte sich zunächst einfach nichts finden lassen, bei dem ich das Gefühl hatte, der Einsatz hätte einen Sinn und direkten Nutzen. Zudem lag mir vor allem das Wohl des Meeres am Herzen, und dieses war bei den NGOs, die ich kannte, oft nur indirekt Ziel.
Nachdem ich in die Lokalgruppen einiger Parteien hineingeschnuppert hatte, stolperte ich über eine Mail zum Deepwave Filmfestival. Das Layout, das Programm und die vor gut aufbereiteten und wunderschön dargestellten Infos strotzende Website begeisterten mich sofort so sehr, dass ich mich wochenlang auf das Festival freute.
Als ich dann vor Ort die Begeisterung, den Tatendrang, den Optimismus und die geballte Kompetenz von Anna und dem restlichen Team miterleben durfte, war ich direkt hin und weg und wusste: Da will ich mitwirken.
Franzi [Franziska Bils, unsere wissenschaftliche Beirätin], die ich schon von einer Uni-Veranstaltung in Tübingen kannte, vermittelte mich an Anna weiter – und nach einem wunderschönen, mitreißenden, zweistündigen Telefonat war ich dann ein sehr glückliches neues Teil des wilden Teams.
Immer, wenn meine Nordseegarnelen-Kohorten gerade etwas kleiner waren, hatte ich genug Zeit, mich aus dem Labor zu klauben und an Dingen für Deepwave zu arbeiten – an Factsheets, Rezensionen und der politischen Timeline. Dabei habe ich selbst richtig viel dazugelernt.
Jeder, derdie etwas für die Meere bewirken möchte und nicht weiß, wohin mit all dem Tatendrang, dem oder der kann ich allerwärmstens ans Herz legen, ein Teil des Deepwave-Teams zu werden: Hier hat der Einsatz für die Meere wirklich Sinn. :)